Archive for May, 2007

Einen AN der Pfanne!

Posted in Weltschmerz on May 23rd, 2007

Das Verbrennungen der Haut prinzipiell die schmerzhaftesten Verletzungen sind, die man sich zuziehen kann, ist mir von Kindesbeinen an geläufig. Zumindest als kühle (!), rein intellektuell gespeicherte Information. Ikea sei Dank ist mein Bezug zu dieser Information um eine emotionale und eine physische Dimension gewachsen:

In der Designabteilung des großen schwedischen Möbelhauses scheint man anzunehmen, dass besonders kleine Pfannen auch nur von besonders kleinen Menschen mit ebensolchen Händen benutzt werden. Demnach ist der Pfannengriff ungünstigerweise gerade groß genug, um vier großen Fingern Platz zu bieten. Wenn Mensch nun aber im großen Brat-Eifer eben jene Pfanne wirklich im Griff haben will, bedient Mensch sich natürlich seines großartigen, opponierbaren Daumens. Für den ist aber just kein Platz auf dem Griff. Daumen also auf Pfanne.

Aua.

Eigentlich hatte ich angenommen, das nächste mal den Tränen nahezukommen durch den Verlust eines nahestehende Menschens. Es war dann doch, trotz aller Schmerz- und Hitzetoleranz, ein einziger Quadratzentimeter verbrannter Haut.

Vierte Gewalt

Posted in Unität on May 15th, 2007

Dafür, über die kleinlich-peinlichen Animositäten und Schlammschlachten zwischen Rektorat und Förderverein der Universität Münster Seiten um Seiten zu füllen, sind sich die “Westfälischen Nachrichten” nicht zu schade.

Über die wirklich wichtigen Sachen, in diesem Falle die methodische Demontage des Institutes für Soziologie an der WWU erlange ich im Regelfall nur über Umwege oder schieren Zufall Kenntnis.

Steilvorlage

Posted in Weltschmerz on May 12th, 2007

In der gestrigen 20-Uhr-Ausgabe der Tagesschau war Günther Beckstein dabei zu bewundern, wie er folgende Aussage zum Thema “Killerspiele” tätigte:

“[…] Es reicht aus meiner Sicht nicht aus, zu einer Indizierung zu kommen, sondern wir brauchen ein gesetzliches Verbot, weil man nur dann die Möglichkeit hat es auch letztlich auch aus dem Internet herauszubringen.” (eigene Transskription)

Herr Beckstein meint also, dass sich die Verbreitung von Killerspielen über das Internet mittels eines gesetzlichen Verbotes eher unterbinden lässt als durch bloße Indizierung. Das finde ich nachvollziehbar.

Nicht nachvollziehbar ist für mich aber, wie schlecht informiert Herr Beckstein über das Internet zu sein scheint. Wie viele Mitarbeiter und Berater ein bayrischer Innenminister genau hat, entzieht sich leider momentan meiner Kenntnis. Meiner Vorstellung nach werden es aber durchaus eine handvoll sein; jeder Einzelne sicherlich integer, fleißig und kompetent. Wie es trotzdem dazu gekommen sein mag, dass augenscheinlich niemand Herrn Beckstein über die technischen Eigenschaften und Möglichkeiten des Internet informiert (neudeutsch: “gebrieft”) hat, finde ich erstaunlich…

Demnach möchte ich es hier nochmal in alle Kürze und Klarheit verlauten lassen:
Herr Beckstein, es liegt nicht in ihrem Handlungsspielraum, auf die Inhalte des Internet Einfluß zu nehmen!