Steilvorlage
In der gestrigen 20-Uhr-Ausgabe der Tagesschau war Günther Beckstein dabei zu bewundern, wie er folgende Aussage zum Thema “Killerspiele” tätigte:
“[…] Es reicht aus meiner Sicht nicht aus, zu einer Indizierung zu kommen, sondern wir brauchen ein gesetzliches Verbot, weil man nur dann die Möglichkeit hat es auch letztlich auch aus dem Internet herauszubringen.” (eigene Transskription)
Herr Beckstein meint also, dass sich die Verbreitung von Killerspielen über das Internet mittels eines gesetzlichen Verbotes eher unterbinden lässt als durch bloße Indizierung. Das finde ich nachvollziehbar.
Nicht nachvollziehbar ist für mich aber, wie schlecht informiert Herr Beckstein über das Internet zu sein scheint. Wie viele Mitarbeiter und Berater ein bayrischer Innenminister genau hat, entzieht sich leider momentan meiner Kenntnis. Meiner Vorstellung nach werden es aber durchaus eine handvoll sein; jeder Einzelne sicherlich integer, fleißig und kompetent. Wie es trotzdem dazu gekommen sein mag, dass augenscheinlich niemand Herrn Beckstein über die technischen Eigenschaften und Möglichkeiten des Internet informiert (neudeutsch: “gebrieft”) hat, finde ich erstaunlich…
Demnach möchte ich es hier nochmal in alle Kürze und Klarheit verlauten lassen:
Herr Beckstein, es liegt nicht in ihrem Handlungsspielraum, auf die Inhalte des Internet Einfluß zu nehmen!
May 27th, 2007 at 9:21 am
Klar geht das. Zensurversuche bei deutschen Internetprovidern gab es seitens diverser Behörden ja schon.